Felsengarten Sanspareil

Bilder aus der Fränkischen Schweiz

Oberfranken - Fotos und Informationen

Sanspareil


ist ein kleines Dorf in  Oberfranken, im Naturpark Fränkische Schweiz. Schon von weitem fällt die Burg Zwernitz ins Auge, die schon im 12. Jahrhundert erstmalig erwähnt wurde. Anfangs war sie Sitz der Walpoten, der königlichen Beamten und Ministerialen der Schweinfurter Markgrafen. Im Lauf der Geschichte war die Burg lange Zeit im Besitz der Hohenzollern, der Burggrafen von Nürnberg. Nach mehrmaliger Zerstörung kam sie schließlich in den Besitz der Bayreuther Markgrafen. Markgräfin Wilhelmine, und Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth ließen Mitte des 18. Jahrhunderts im angrenzenden Felsenhain einen Landschaftsgarten anlegen, in den die Burg integriert wurde. Vorbild waren die Englischen Landschaftsgärten, die im 18. Jahrhundert als Gegenbewegung zu den streng gegliederten französischen Barockgärten entstanden und vielleicht schon Vorboten der Epoche der Romantik waren. Da es damals in besseren Kreisen "in" war, französisch zu sprechen, benannten sie den Ort um in Sanspareil, auf deutsch "Ohne Gleichen". Die Bevölkerung spricht den Namen deutsch aus, nicht französisch!

Burg Zwernitz

Sanspareil und die Burg Zwernitz

Burg Zwernitz - Fränkische Schweiz
Morgenländischer Bau
Am Rand des Felsengartens steht ein Schlösschen, Morgenländischer Bau genannt, das seit seiner Erbauung oft verfiel und beim jeweiligen Wiederaufbau stark verändert wurde. Die Räume können besichtigt werden.
Sanspareil in Oberfranken
Im hinteren Teil des Felsengartens findet man das Ruinentheater oder Grottentheater. Die Kulissenbögen über der Bühne sind aus Bruchsteinen gemauert. Der Zuschauerraum befindet sich in der Grotte der Calypso, benannt nach einer Gestalt aus der griechischen Mythologie, die Odysseus liebte und sieben Jahre auf ihrer Insel festhielt.
Ruinentheater
Grotte der Calypso
Ruinentheater Sanspareil
Grottentheater

Der Felsenhain in Sanspareil

ist als Landschaftsgarten oder Felsengarten gut mit Wegen erschlossen und die Laubbäume sorgen zu allen Jahreszeiten für besondere Stimmungen.
Laubbäume
Felsengarten
Landschaftsgarten
Die Felsformationen, typisch für die Fränkische Schweiz, tragen im Felsengarten Sanspareil fantasievolle Namen, deren Bedeutung teilweise offensichtlich ist aufgrund des Aussehens, teilweise aber auch auf Begebenheiten zurückgehen, über die man nichts genaues mehr weiß.
Der Regenschirm
Der Regenschirm, der bei einem plötzlichen Gewitter bestimmt auch manchmal als solcher benutzt wurde.
Die Vulkansgrotte
Die Vulkansgrotte
Der Fels der Liebe und der Pansitz
Fels der Liebe und Pansitz
Zur Zeit der Markgräfin Wilhelmine und in der anschließenden Epoche der Romantik standen in dem Park noch mehr Pavillons und andere Gebäude als heute. So stürzte der Aeolusturm am 25. Mai 1830 bei einem Gewittersturm vom Aeolus-Felsen, andere Gebäude sind längst verfallen.
Gespaltener Fels
Gespaltener Fels
Die Bärenhöhle
Die Bärenhöhle
Der Aeolusfelsen
Der Aeolusfelsen
Kupferstich von Johann Gottfried Köppel
Das Strohhaus ließen die Markgräfin Wilhelmine und ihr Mann, Markgraf Friedrich für ihre Tochter, Prinzessin Elisabeth Friederike Sophie bauen.
Aeolusturm
Der ehemalige Aeolusturm auf einem Kupferstich von Johann Gottfried Köppel aus dem Jahr 1793.
Felsformationen
Das Hühnerloch im Felsenpark Sanspareil
Der Eiskeller
In dieser Höhle befindet sich eine gemauerte
Grube, in der Eis vom Winter gelagert
wurde. Sie heißt deshalb "Eiskeller".
Belvedere Felsen
Schlösschen auf dem Belvedere Felsen
Wie man auf dem Kupferstich von 1748 sieht, trug der Belvedere Felsen einst ein kleines Schlösschen. Auf dem Felsen befanden sich terrassenartig angelegte Gärten, die man "Hängende Gärten" nannte, in Anlehnung an die Hängenden Gärten der Semiramis, eines der sieben Weltwunder der Antike. Davor befand sich ein Pavillon, der "Tanzsaal" genannt wurde. Beides wurde schon im 19. Jahrhundert abgerissen.

Spaziergang in Sanspareil

Herbstwald im Felsenhain Sanspareil
Herbstlicher Laubwald
Spaziergang in Sanspareil


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