Giovanni de’ Medici

Denkmal für Giovanni de’ Medici in Florenz mit Fries aus Ochsenköpfen
Giovanni dalle Bande Nere (Giovanni delle Bande Nere) wurde 1498 in Forli geboren und starb 1526 in Mantua. Als Kleinkind hieß er Ludovico, doch nachdem sein Vater gestorben war, ließ ihn die Mutter, Caterina Sforza, die Gräfin von Forlì, in Giovanni umbenennen. Seine Frau, Maria Salviati, gebar ihm 1519 den berühmten Cosimo I. de’ Medici. Die Statue von Baccio Bandinelli aus dem Jahr 1540 auf der Piazza San Lorenzo in Florenz bei der Basilika San Lorenzo ist mit Stier-Köpfen verziert, ein beliebtes Kunstmotiv, das Kraft und Stärke symbolisieren soll. Als Schmuck- und Kunstmotiv nennt man es Bukranion, oder wie hier ein ganzer Fries aus Bukranien.

Der Ursprung der Stierverehrung liegt jedoch in der Antike. Von 4000 vor Christus bis 2000 vor Christus stand die Sonne zum Frühlingspunkt, der Tag- und Nachtgleiche, im Sternbild Stier. Während die Bestimmung der Winter- und Sommersonnenwende relativ leicht war, zog man zur Bestimmung des für die Felderbestellung durch die Bauern wichtige Frühlingspunkt-Bestimmung die Sternbilder heran. Um 2000 vor Christus wanderte der Frühlingspunkt allerdings allmählich in den Widder. Deshalb war Moses so böse, als er sah, dass die Israeliten das goldene Kalb (Sternzeichen Stier) verehrten, statt wie längst richtig, den Widder, das männliche Schaf. Deswegen sollten zu der Zeit auch Lämmer geopfert werden, das berühmte Opferlamm. Und ab Jesu Geburt stand zum Frühlingspunkt die Sonne in den Fischen, weshalb das Symbol des frühen Christentums die Fische waren. Das Frühlings-Sternbild wechselt ungefähr alle 2000 Jahre. In Mitteldeutschland benutzte man übrigens zur Bestimmung der Jahreszeiten die  Kreisgrabenanlage in Goseck schon vor 7000 Jahren.
Stierkopf, Ochsenkopf oder Bukranion





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