Südindien

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Mysore liegt im indischen Bundesstaat Karnataka und hat über eine halbe Million Einwohner. Die Stadt wurde erstmals Anfang des 12. Jahrhunderts als Mayisur (Büffelstadt) erwähnt. Es ist eine lichte Stadt mit vielen Parks und Palästen. Am bekanntesten ist der Stadtpalast der Maharajas von Mysore. Dieser wurde Anfang des 20. Jahrhunderts an der Stelle eines 1897 abgebrannten Palastes von dem englischen Architekten Irwin im indo-sarazenischen Stil errichtet. Die ganze Anlage ist von unbeschreiblicher Pracht. Ein Teil wird von der Fürstenfamilie Wodeyars bewohnt, der größte Teil kann besichtigt werden.

Das ganze Areal ist von einer Mauer mit zahlreichen Verzierungen, Prachtbauten und Tortürmen umgeben.
Maharaja-Palast in Mysore
Am Maharaja-Palast in Mysore
Am Maharaja-Palast in Mysore Am Maharaja-Palast in Mysore Am Maharaja-Palast in Mysore

Auf halber Höhe des Camundi Hügels liegt ein 5 m hoher Nandi aus Granit, der aus dem Jahr 1659 stammen soll. Der Stier Nandi ist das Reittier Shivas, der in weiten Teilen Südindiens als die höchste Gottheit verehrt wird. Nandi am Hang des Camundi Hill Nandi am Hang des Camundi Hill

Bei der Inselfestung Srirangapatna (Srirangapatnam), im Fluß Cauvery, 16 km nordöstlich von Mysore steht in einer gepflegten Gartenanlage der Sommerpalast Tippu Sultans, von 1784. Die Bauten sind eine Vermischung hinduistischer und muselmanischer Baukunst. Gartenanlage beim Sommerpalast Tippu Sultans Gartenanlage beim Sommerpalast Tippu Sultans

Für indische Verhältnisse ungewöhnlich, steht hier in der Gartenanlage Lalbagh das Grabmahl für Haidar Ali und Tipu Sultan, Gumbaz genannt. Verstorbene Hindus werden grundsätzlich verbrannt und die Asche meist in den Fluß gestreut. Diese Maharajas waren jedoch Moslems, deshalb auch das Minarett. Grabmahl für Haidar Ali und Tipu Sultan Minarett am Grabmahl für Haidar Ali und Tipu Sultan

Ca. 20 km nordwestlich von Mysore liegen die Brindavan Gärten unterhalb des 2,5 km langen und bis 39 m hohen Staudammes, der den Fluß Cauvery zum Stausee Krishnarajasagar aufstaut. Brindavan Gärten Staudamm des Krishnarajasagar-Stausees

35 km östlich von Mysore liegt das kleine Dorf Somnathpur. Berühmt ist es durch den Keshara-Tempel (Sternentempel), einem großen Meisterwerk der Hoyshala-Kunst aus dem 13. Jahrhundert. Es ist ein Vishnu-Tempel, bedeckt mit Dekorationsbändern aus Speckstein, die Szenen aus dem Ramayana und dem Mahabharata, Makaras und einen Hamsa-Fries zeigen. Keshara-Tempel in Somnathpur
Keshara-Tempel in Somnathpur
Keshara-Tempel in Somnathpur Hoyshala-Kunst am Keshara-Tempel in Somnathpur Hoyshala-Kunst am Keshara-Tempel in Somnathpur

Bangalore ist die Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka, hat 4 Mill. Einwohner und durch die Höhe von 920 m über dem Meer auf dem Dekhan-Plateau ein angenehmes Klima. Es ist auch die Stadt des indischen High-Tech. Viele Inder, die als Informatiker an allen Ecken der Welt gesucht sind, bekamen hier ihre Ausbildung. Bangalore - Parlament

An der Ostküste, der Coromandelküste, liegt Chennai (Madras), die Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu. Sie hat 5,5 Mio. Einwohner und ist Industriemetropole, Hafenstadt und die Hauptstadt der indischen Filmproduktion.

Mahatma Gandhi (1869 - 1948), hier sein Standbild in Madras, stand viele Jahre an der Spitze des Freiheitskampfes Indiens. Er wollte nicht nur Unabhängigkeit für Indien, sondern auch eine Vereinigung des indischen Subkontinents und Gleichberechtigung der Menschen über die Kasten hinweg. Die unterhalb der Kasten stehenden Unberührbaren bezeichnete er als "Kinder Gottes". Auch trat er für Toleranz zwischen Moslems und Hindus ein, weshalb er 1948 von einem fanatischen Hindu erschossen wurde. Er ist übrigens nicht verwandt mit Indira Gandhi; sie ist die Tochter Nehrus.
Markt in Madras
Mahatma Gandhi (Standbild in Madras)

60 km südlich von Chennai liegt die kleine Ortschaft Mamallapuram (Mahabalipuram). Hier befindet sich das 9 x 27 m große Steinrelief Herabkunft der Ganga (Arjuna's Buße). Herabkunft der Ganga (Arjuna's Buße) Herabkunft der Ganga (Arjuna's Buße)
Herabkunft der Ganga (Arjuna's Buße) Herabkunft der Ganga (Arjuna's Buße) Herabkunft der Ganga (Arjuna's Buße)

Östlich der Ortschaft, direkt am Meer, liegt innerhalb einer mit vielen Nandis bestückten Mauer der Shoretempel (Küstentempel, Ufertempel). Die Shiva und Vishnu geweihte Anlage wurde im 8. Jh. n.Chr. erbaut. Shoretempel bei Mamallapuram (Mahabalipuram)

Etwas von der Küste entfernt stehen die Rathas, eine ganze Sammlung von Tempelmodellen, aus Felsmonolithen herausgearbeitet. Sie stammen aus dem 7. und 8. Jh. n.Chr. Der genaue Zweck der Modelle ist nicht bekannt. Rathas bei Mamallapuram (Mahabalipuram) Rathas bei Mamallapuram (Mahabalipuram)

Ziemlich weit im Süden liegt mit ca. 1 Mio. Einwohnern Madurai. Der Mariamman Teppakkulam ist mit 305 m² der größte Tempelteich Indiens. Der Inseltempel war die Ruhestätte des Königs. Tempelteich Mariamman Teppakkulam in Madurai

Im Zentrum der Altstadt steht der große Minakshi-Tempel. Minakshi ist die fischäugige Parvati, die Frau von Shiva, der in Madurai auch Sundareshvara genannt wird. Der jetzige Bauzustand stammt aus dem 17. Jh. Das auffälligste an der Anlage sind die vier Pylone (Gopurams). Eines davon kann man besteigen. Der Blick von oben ist atemberaubend. Das größte, Rajagopuram ist 50 m hoch. Minakshi-Tempel in Madurai
Minakshi-Tempel in Madurai Minakshi-Tempel in Madurai Einer der Eingänge Wache an einem Eingang

Aus der gleichen Zeit stammt der Palast des Tirumallai Nayak. Er hat einen großen Innenhof mit 12 m hohen Granitsäulen. In einem Saal sind Skulpturen der Pandyas, Pallavas und Cholas ausgestellt. Palast des Tirumallai Nayak in Madurai Palast des Tirumallai Nayak in Madurai
Palast des Tirumallai Nayak in Madurai Palast des Tirumallai Nayak in Madurai Palast des Tirumallai Nayak in Madurai Palast des Tirumallai Nayak in Madurai
Palast des Tirumallai Nayak in Madurai Palast des Tirumallai Nayak in Madurai Palast des Tirumallai Nayak in Madurai

Nördlich von Madurai fährt man am Elefantenfelsen vorbei. Von bestimmten Blickwinkeln aus sieht er wie ein liegender Elefant aus. Elefantenfelsen

Tempelstadt Sri Rangam (Srirangam) Tempelstadt Srirangam Ein Blick über die Dächer
3 km Nördlich von Tiruchirappalli (Trichy, Tiruchi), 100 km nordöstlich von Madurai, liegt die Tempelstadt Sri Rangam (Srirangam) mit 70 000 Einwohnern auf einer 27 km langen und 2 km breiten Insel zwischen zwei Flußarmen des Cauvery. Der Tempelbezirk des Vishnu-Tempels Raghanatha, hat eine Größe von 900 x 700 m. Erbaut wurde er vom 13. bis zum 17. Jh.
Tempelstadt Srirangam: Torturm Pferdehalle Sheshagiri-Rao-Mandapa Tempelstadt Srirangam Tempelstadt Srirangam: Hanumann

In Tiruchirappalli (Trichy, Tiruchi), (700 000 Einwohner, 100 km nordöstlich von Madurai) steht die Festung auf einem Felsen über der Stadt und dem Heiligen Teich Teppakulam. Heiliger Teich Teppakulam Tiruchirappalli - Festung

Tanjavur (Tanjore) liegt 50 km östlich von Trichy und hat ca. 200 000 Einwohner. Der Brihadishvara Tempelkomplex stammt aus dem 10. Jh. Brihadishvara Tempelkomplex Brihadishvara Tempelkomplex
Brihadishvara Tempelkomplex Brihadishvara Tempelkomplex Brihadishvara Tempelkomplex

Wegen der großen Entfernungen sind Flugzeuge in Indien das Verkehrsmittel der Wahl. Meist sind es nicht die neuesten Modelle, aber keine Angst, runter kommen sie alle wieder. Bangalore - International Arport

Die Swastika, später das deutsche Hakenkreuz In Deutschland undenkbar: Ein  Hakenkreuz als Verzierung auf einem Stuhl! Das Symbol der Swastika, das dem Hakenkreuz zugrunde liegt, gilt in Indien, China, Japan und Tibet von Alters her als Glücksbringer. Die deutschen Nazis übernahmen es als Symbol der arischen Rasse im Jahr 1920 als Parteiabzeichen der NSDAP. Swastika - Hakenkreuz





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