 Die Erde ist ein gewalttätiges Paradies: Reportagen, Essays, Interviews aus vierzig Jahren Ryszard Kapuscinski Ryszard Kapuscinski ist berühmt für seine großen Reportagen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa. Diese Sammlung erschließt den literarischen Kosmos dieses großen polnischen Reiseschriftstellers in seiner ganzen Dimension. Neben den bekanntesten Reportagen bietet sie eine Reihe brillanter Essays und Interviews. Seine Reiseberichte sind literarische Meisterwerke, die atmosphärisch dicht die besondere Kultur und Lebensweise eines Landes und ihrer Bewohner einzufangen vermögen. "Manchmal, in seinen besten Momenten, ist Ryszard Kapuscinski mehr als ein Reporter, sicher kein Soziologe, aber ein erzählender, reisender, phantasierender Geschichtsdenker." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) |  Wo ist Carlos Montúfar?: Über Bücher Daniel Kehlmann Im Jahr 2005 veröffentlichte Daniel Kehlmann einen Band mit gesammelten Texten zur Literatur - Rezensionen, Reden, Essays aus den fünf vorausgegangenen Jahren. Von den 15 Beiträgen des Buches haben es immerhin sieben bis in das Hörbuch geschafft, verzichtet hat man vor allem auf die Rezensionen, etwa zu Büchern von Updike, Vonnegut, Celine oder Hamsun. Dafür gibt es auch einen Text, den man in der Buchausgabe vergeblich sucht: "Voltaire und Starbucks", eine Würdigung der Simpsons-Serie als eines der größten Kunstwerke unserer Zeit. Dass Kehlmann nicht gerade mit einer sehr angenehmen Stimme gesegnet ist und freilich auch nicht liest wie ein Schauspieler, war noch beim Hörbuch zum Roman Ich und Kaminski fatal, bei Wo ist Carlos Montufar? dagegen stört dieser Umstand kaum. Hier folgt man dem Autor gern zu allgemeinen Überlegungen zur Entwicklung des Romans, dem prekären Verhältnis von Autor und Lektor am Beispiel Raymond Carvers, oder Erfahrungen als Autor, mit seinen eigenen Texten nach deren Veröffentlichung wieder konfrontiert zu werden. Der längste und interessanteste Text beschäftigt sich mit Kehlmanns großem Bestseller Die Vermessung der Welt, eine Art Sekundärliteratur aus der Hand des Autors, was den Reiz dieses Blicks hinter die Kulissen noch erhöht. Nicht zuletzt gibt es hier die Antwort auf die titelgebende Frage Wo ist Carlos Montufar und warum beim Schreiben biografisch inspirierter Romane manche historische Figur, so wie der Humboldt durch Südamerika begleitende Carlos Montufar, leider unter den Tischen fallen muss. -Christian Stahl Spieldauer: ca. 130 Minuten, 2 CDs, gekürzte Autorenlesung |  Gegen die Welt, gegen das Leben: H. P. Lovecraft Michel Houellebecq Das erste Buch des Kultautors: eine Biografie, ein literarisches Manifest und fast ein Roman. Gegen die Welt, gegen das Leben ist mehr als nur ein brillanter Essay über H. P. Lovecraft, den Meister der modernen Horrorliteratur: ein Buch von Houellebecq über Houellebecq, ein Buch über Kunst und Moral, Realismus und Phantasie. „Eine bemerkenswerte Verschränkung von kritischer Erkenntnis, kämpferischer Parteinahme und einfühlender Biografie – eine Art akademischer Liebesbrief, vielleicht sogar die erste wahrhaft zerebrale Liebeserklärung überhaupt.“ (Stephen King) |