 Papua Neuguinea - Leben im Regenwald: Todeszauber, Busencheck, beheizte Klaviere und eine christliche Ohrfeige Gabriele Cavelius „Mama, planti tumas waitskin!“ – „Mama, zu viele Weiße!“ Gabriele Cavelius aus Erlenbach schrieb eine „Liebeserklärung an Papua Neuguinea und den Regenwald „Ich möchte das Land so in Erinnerung behalten, wie es war“, sagt Gabriele Cavelius, wenn man sie fragt, ob es sie nach ihrer Rückkehr von Papua Neuguinea im Jahr 1988 nach Deutschland noch einmal zur zweitgrößten Insel der Welt zwischen Korallensee und Südpazifik gezogen hat. Die Erinnerung an die Zeit vor gut 20 Jahren aber ist offensichtlich immer noch sehr wach. Darauf deuten nicht nur die Schnitzereien in der Wohnung in der Schillerstraße hin, das beweist auch ein Buch, das Gabriele Cavelius geschrieben hat und das seit wenigen Tagen in den Buchhandlungen ausliegt. „Papua Neuguinea – Leben im Regenwald“ heißt es, und auf gut 200 Seiten beschreibt die Autorin darin, was ihr während zweier Aufenthalte – 1971 bis 1974 und 1982 bis 1988 – unvergesslich geblieben ist. Und es ist nicht wenig, was sie über die Zeit zu erzählen hat, die sie mit ihrem Mann Michael im Auftrag der Mission Eine Welt, einer Einrichtung der evangelisch-lutherischen Kirche, zunächst mitten im Busch und dann – beim zweiten Mal – in der Nähe der Hafenstadt Madang an der Bismarcksee erlebte. Ganz wichtig: Ihre zwei Kinder sind auf der Insel groß geworden, der 1970 geborene Amos und Janna. Um sie 1975 gesund auf die Welt zu bringen, kehrte Gabriele Cavelius bei ersten Mal vorzeitig nach Deutschland zurück. Sehr kurzweilig, sehr unterhaltsam und bildhaft, aber durchaus auch mit kritischer Distanz zu sich selbst und vor allem zu den Folgen von Missionierung schildert sie das Leben mitten im Regenwald – „immer der Schweißfilm auf dem Körper“ -, schildert anschaulich, wie sie Knall auf Fall Arbeiten übernehmen musste, von denen sie zuvor keine Ahnung hatte: Die Frau eines Missionars muss beispielsweise einheimische Frauen im Nähen unterrichten, auch wenn sie zuvor gar nicht genäht hat, sie ist als Krankenschwester gefragt, setzt Spritzen, behandelt Leprakranke und holt Kinder auf die Welt. Dass sie selbst von Malariaanfällen heimgesucht wird, dass ein Einheimischer namens Orkap zu ihrem „Lieblingsfeind“ wird, dass sie erlebt, wie Sanguma, der Todeszauber, zelebriert wird und wie ein japanisches Unternehmen den Urwald rücksichtslos rodet, um Holzspäne zu gewinnen – es ist tatsächlich ein umfassenden Bild des Lebens auf Papua Neuguinea, ein Bild, das nicht nur die schönen Seiten zeigt, sondern auch die Gefahren und Zerstörungen, ohne in das zu verfallen, was der Familie bei ihren Urlaubsaufenthalten in Deutschland und nach ihrer Rückkehr so sehr auffiel: in die typisch deutsche Jammerhaltung und Kritikasterei. |  Die letzten Papua: Kunst und Kultur der Ureinwohner Neuguineas (Länder, Reisen, Abenteuer) Nicola Pagano Auf Neuguinea leben zahlreiche Stämme, die von der Zivilisation bisher nahezu unberührt blieben und zu den letzten Naturvölkern der Erde zählen. Diese Bildreise führt nach Papua-Neuguinea und West-Papua und beschreiben Geschichte und Gegenwart der dort lebenden Völker, das tägliche Leben dieser Menschen und ihre schwierigen Lebensbedingungen in einer großartigen, wenn auch wilden und ungezähmten Natur. Ausdrucksstarke, farbgewaltige Aufnahmen, die eigens für diesen Band entstanden sind, nehmen den Leser gefangen und führen ihn in eine fantastische Welt voller Geheimnisse. Die großformatigen Porträts der einzelnen Stammesgruppen lassen ihre Riten und Bräuche, Tänze und Fest greifbar nah erscheinen. |  Dschungelpfade: Abenteuerliche Reisen durch Papua-Neuguinea Tim Flannery Ob riesige Pythons, Baumkänguruhs oder Krokodile, Riesenspinnen oder bunt gefiederte Papageien - auf seinen Streifzügen zu Fuß durch den faszinierenden Dschungel von Neuguinea hat der berühmte Zoologe und Abenteurer Tim Flannery jede Menge atemberaubender Begegnungen. Humorvoll und packend schildert er die Erlebnisse auf seiner ungewöhnlichen Reise ins letzte unerforschte Paradies der Erde. - "Flannery ist der Indiana Jones der Wissenschaft." Robyn Williams |