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Plauen: Es rührt sich was im Osten...

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Wende, Grenzöffnung und Wiedervereinigung

Demo für mehr Demokratie in Plauen Demonstration für mehr Demokratie in Plauen
... Wir sind das Volk!

Demonstrationen - Ein lange Zeit unbekanntes Phänomen in der "Demokratischen Volksrepublik" DDR. Wozu auch demonstrieren, wenn die Macht ja sowieso beim Volk liegt! Und alles Kapital volkseigen ist! Mehr Demokratie geht doch gar nicht!

Im Gegensatz zu den Montags-Demos in Leipzig fanden in Plauen die meisten Demos samstags statt. So viel ich weiß, begannen die Plauener noch vor denen in Leipzig.

Was als Bewegung zu mehr Demokratie, Freiheit und besseren Lebensverhältnissen begann, mündete schließlich in der Wiedervereinigung.

Wer hätte das gedacht!
Samstags-Demo für mehr Demokratie

Geöffnete Grenze bei Ullitz Ende 1989
Autobahnbrücke bei Pirk Ende 1989
Plötzlich füllten sich die Straßen entlang der Grenze mit Trabis, Ladas und anderen Gefährten. Straßen, die außer geländegängigen Fahrzeugen des Bundesgrenzschutzes (BGS), des Zolls, der Bayerischen Grenzpolizei, der amerikanischen Besatzungstruppen und der Traktoren einiger Bauern seit vielen Jahrzehnten kein Auto gesehen hatten und in entsprechend schlechtem Zustand waren.

Mit dem Bau der Autobahn Hof - Plauen, der heutigen A 72, wurde 1938 als Reichsautobahn begonnen. Zur Grenzöffnung war sie kaum halb fertiggestellt und in den Jahrzehnten, in denen der Bau ruhte und kein Verkehr floss, litt der Fahrbahnbelag. Von der Autobahnbrücke über die Weiße Elster bei Pirk standen gerade mal die Pfeiler aus Granitsteinen. Bis zur Fertigstellung sollte es 1993 werden. Der Verkehr musste sich bis dahin über ein schmales Sträßchen durch das Tal quälen.
Halbfertige Autobahn Hof - Plauen Ende 1989
Autobahn Hof - Plauen bei Pirk Ende 1989

Beobachtungsturm in Blankenstein Herbst 1989 Der Grenzbeobachtungsturm
in Blankenstein
wurde im Herbst 1989 umgeworfen.
Beobachtungsturm in Blankenstein Herbst 1989

Behelfsbrücke von Untertiefengrün nach Hirschberg im Winter 1989/90, im Hintergrund die alte Lederfabrik Wo vor und während der Teilung Straßen unterbrochen und Brücken gesprengt wurden, baute man noch im Winter 1989/90 Behelfsbrücken und -wege, die heute natürlich durch bessere Verkehrswege ersetzt sind. Hier z.B. an der Krötenmühle bei Bad Steben und von Untertiefengrün nach Hirschberg mit seiner Lederfabrik. Grenzübergang für Fußgänger bei der Krötenmühle

Beobachtungsturm als Teil der Grenzanlagen der DDR, hier zwischen Sachsgrün und Posseck Die Grenzanlagen der DDR, einst unerreichbar und gefährlich, wurden über Nacht zum touristischen Ziel der Menschen aus Ost und West. Hier meine Tochter, Janis Purucker, vor einem Beobachtungsturm zwischen Sachsgrün und Posseck.

Einfach querfeldein zu gehen war noch nicht völlig ungefährlich, da bei der Minenräumung in den 70er Jahren nicht alle vergrabenen Minen wiedergefunden wurden. Erst nach und nach wurde der Grenzstreifen von Minen geräumt.

Was wir nicht vergessen dürfen:
Dass die Wiedervereinigung überhaupt stattfand, war nicht einfach eine "Entscheidung", die sich aufgrund einer rationalen kausalen Entwicklung ergab. Sie war auch das Ergebnis vieler, auch kleiner, wie zufällig anmutender Ereignisse. Nicht nur die Bekanntgabe der Sensation anlässlich einer Pressekonferenz, bei der sich am 9. November 1989 Günter Schabowski beim Vorlesen offenbar selbst wunderte, was er da sagte, nein, es waren viele kleine Bausteine, die schließlich diese Entwicklung ergaben. Man mag es "Entwicklung" nennen, aber auch der Zufall hatte in vieler Hinsicht seine Hand im Spiel. Je nach Gesinnung mag man diese Zufälle auch Schicksal oder göttliche Fügung nennen.

Ein Beispiel: Was hätte passieren können, wäre der als Kremlflieger bekannt gewordene Mathias Rust am 28. Mai 1987 nicht auf dem Roten Platz in Moskau gelandet?
Das hat nichts mit der Wiedervereinigung zu tun?
Das hatte nur Symbolcharakter?
Nein! Aufgrund dieses Jugendstreiches wurden 2000 Führungspersonen des sowjetischen Militärs entlassen, einige brachten sich um. Viele davon waren Gegner des Michail Gorbatschow mit seiner Politik der Perestroika (Umbau) und Glasnost (Offenheit). Ein Staatsstreich oder ein Militärputsch lag durchaus im Bereich des Möglichen. Dieses an sich nebensächliche Vorkommnis war für Gorbatschow die Möglichkeit, die obersten Posten des Militärs bis hin zum Verteidigungsminister mit ihm genehmen Leuten zu besetzen. Und ohne Michail Gorbatschow, statt dessen mit einer konservativen, vielleicht sogar militärischen Regierung hätte es auf absehbare Zeit keine deutsche Wiedervereinigung gegeben!


Bekanntgabe der Grenzöffnung durch Günter Schabowski

Während man als Ossi ab der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 spontan und ohne Visum in die Bundesrepublik Deutschland reisen konnte, brauchten wir Wessis noch immer ein Visum zur Einreise. Erst ab Heiligabend, dem 24. Dezember 1989, entfiel auch für uns die Visumspflicht, der Zwangsumtausch und die Durchsuchungen an der Grenze.

Wenn man dann als Wessi in die DDR einreiste, bekam man nur noch die typischen zweifarbigen Einreisestempel in den Pass. Rechts in meinem Reisepass und dem Kinderausweis meiner Tochter. Wenn ich sie richtig interpretiere, müsste die Null das Jahr 1990 bezeichnen, also waren die Einreisen über die Grenzübergänge Hirschberg, Ullitz/Blosenberg und Plauen im Februar 1990. Die ersten drei Ziffern des Jahres wurden im Stempel weggelassen.
Einreisestempel DDR





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