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Mödlareuth
lag schon immer diesseits und jenseits einer Grenze, die der Tannbach bildet.
Seit dem 16. Jahrhundert gehörte die nördliche Dorfhälfte zur
Grafschaft Reuß-Schleiz
und die südliche zur
Markgrafschaft Bayreuth.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde daraus die Grenze zwischen dem
Fürstentum Reuß
im Norden und dem
Königreich Bayern
im Süden. Die Grenze hatte allerdings meist nur wirtschaftliche Bedeutung,
entschied sie doch darüber, an wen die Abgaben zu leisten waren.
Die Volksgruppen vermischten sich und es gibt viele verwandschaftliche
Beziehungen. Auch zwei Brüder wurden getrennt, die sich zwar jederzeit sehen,
aber nicht besuchen oder sprechen konnten. Heute gehört die Nordhälfte zum
Bundesland Thüringen,
die Südhälfte zum
Freistaat Bayern.
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