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Das Heidelberger Schloss |
Fotos und Informationen
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Es steht am Nordhang des Königstuhls.
Das Schloss und der Terrassengarten sind zu besichtigen. Man erreicht sie
entweder über einen steilen Weg mit Treppen oder mit einer Bergbahn.
An einem Seil hängen zwei Bahnen auf Schienen. Wenn die eine bergwärts fährt, wirkt die andere als Gegengewicht und fährt talwärts. In der Mitte muß es natürlich eine Ausweichstelle geben. So sieht's aus, wenn das Seil reißt: (Keine Angst, ist nur ein Spaß! Für diesen unwahrscheinlichen Fall gibt's natürlich automatische Notbremsen) |
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| Oben angelangt sieht man, daß die Truppen Ludwigs XIV. im Jahr 1693 ganze Arbeit geleistet haben. Von vielen Gebäudeteilen stehen nur noch die Außenmauern. Die Dächer fehlen teilweise. |
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Das
Elisabethentor
im Stil eines barocken Triumphbogens
ließ Friedrich V. zu Ehren seiner Gemahlin
Elisabeth Stuart
von
Salomon de Caus
errichten. Die vier Säulen sind wie Baumstämme
geformt, um die sich Efeu rankt. In den Ranken sind allerlei Tiere versteckt:
Frösche, Käfer, Schnecken, Eidechsen und Eichhörnchen.
Es war als Überraschung für Elisabeth gedacht. Sie zeigte sich jedoch überrascht, daß die verzierte Seite nach außen schaut, so daß sie von innen immer die schmucklosere Seite zu sehen bekam. |
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| Der Torturm aus roten Sandsteinquadern wurde später auch Uhrenturm genannt und um 1535 als Teil der Verteidigungsanlagen unter Kurfürst Ludwig V. gebaut. Die Brücke zwischen Torturm und Brückenhaus stammt von 1810. Dazwischen befand sich hier eine Zugbrücke. | ||
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Das markanteste Gebäude im Innern ist der
Friedrichsbau.
Kurfürst Friedrich IV. ließ diesen Palast 1601 bis 1607 von
Johannes Schoch
errichten. An der Fassade befinden sich Statuen der Ahnen Friedrichs
und der Kurfürsten. Sie stammen von dem Bildhauer Sebastian Götz.
Nach zwei Bränden 1693 und 1764 wurde dieses Gebäude wieder aufgebaut
und Ende des 19. Jahrhunderts im Stil des Historismus erneuert.
Die Statue rechts zeigt Friedrich III. von der Pfalz (Friedrich der Fromme), der 1576 in Heidelberg starb. |
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Das Heidelberger Schloss steht am Nordhang des Königstuhls. Von oben hat man eine herrliche Aussicht auf die Altstadt im Neckartal. |
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Die Heiliggeistkirche (rechts) und die Jesuitenkirche (links) ähneln sich von oben gesehen auf den ersten Blick wegen der gleichen Dachkonstruktion. Die gotische Heiliggeistkirche ist jedoch wesentlich älter. Um 1400 begann man mit dem Bau. Vorher standen an dieser Stelle schon zwei andere Kirchen. Die barocke Jesuitenkirche wurde von 1712 bis 1723 von Johann Adam Breuning errichtet. |
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Der
Schlossgarten
schließt sich direkt ans Heidelberger Schloss an. Er
besteht aus vier Terrassen und war war einer der ersten Renaissance-Gärten.
Salomon de Caus
legte ihn ab 1616 im Auftrag des Kurfürsten Friedrich V. an.
Durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges konnte er ihn nie ganz beenden.
In dieser Zeit galt der Schlossgarten mit der Bezeichnung
Hortus Palatinus
als achtes Weltwunder. Heute sind die Terrassen parkähnlich gestaltet
mit einem bemerkenswerten alten Baumbestand.
Friedrich V. stand mit seiner protestantischen Kurpfalz im Heiligen Römischen Reich kurz vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges auf ziemlich verlorenen Posten. Er wurde König von Böhmen und der Kaiser sagte ihm eine kurze Herrschaft voraus. In diesem Zusammenhang erhielt er den Spottnamen Winterkönig. Er regierte dann tatsächlich nur ein Jahr als König. |
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In einem Wasserbecken mit Springbrunnen liegt lässig
Vater Rhein.
Gleich daneben befindet sich das Portal der Großen Grotte. Im Inneren sollen kunstvolle Wasserspiele installiert gewesen sein. Beleuchtet wurde das ganze effektvoll durch bestimmte Öffnungen in der Decke. |
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Das Brunnenhäuschen des Oberen Fuerstenbrunnens wurde unter Kurfürst Karl Philipp gebaut. Über dem tiefer gelegenen Eingang befindet sich ein Löwenkopf und ein Emblem mit seinen mehrmals verschlungenen Initialen C.P. und der Jahreszahl 1738. |
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Im Schloss steht ein Modell,
wie die Anlage einschließlich der Terrassengärten vor ihrer Zerstörung 1693 ausgesehen hat. Von den Gärten zeigt es allerdings nur zwei Ebenen. |
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Das Innere der noch erhaltenen oder wiederhergestellten Gebäude ist als Museum ausgebaut. Der Friedrichsbau war zwar auch ausgebrannt, wurde aber 1897 bis 1900 durch Karl Schäfer wiederhergestellt. |
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Für das Große Fass wurde um 1590 extra ein Gebäude, der Fassbau, errichtet. Johann Kasimir von der Pfalz-Simmern ließ das erste direkt an den Königssaal anschließen, um bei Festen immer genügend Nachschub zu haben. Es wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Das größte, heute zu besichtigende Faß stammt von Kurfürst Carl Theodor aus dem Jahr 1751 und fasst 221 726 Liter. Es war schon die vierte Konstruktion, wurde aber nur drei mal gefüllt, weil es wie die vorherigen nie ganz dicht war. |
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Der Dicke Turm hatte im unteren Teil sieben Meter dicke Mauern bei einem Gesamtdurchmesser von 28 m. Kurfürst Ludwig V. (Ludwig der Friedfertige) ließ ihn 1533 als Teil seiner Befestigungsanlagen errichten. | Der Glockenturm wurde auf einen niedrigen Artillerieturm von ca. 1490 aufgesetzt. Seit am 25. Juni 1764 der Blitz einschlug, ist er eine Ruine. |
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Im Apothekerturm befindet sich zwar ein Apothekenmuseum, der Name kommt jedoch vom griechischen Wort "apotheca" (= Lagerraum). Eine Apotheke war dort noch nie. Auch er wurde von Kurfürst Ludwig V. als Teil der Verteidigungsanlagen errichtet. | Auch die besten Schutzengel konnten die Zerstörung des Schlosses nicht verhindern! |
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Ein Holz-Modell des zerstörten Schlosses steht im Inneren. |
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