Südfrankreich |
Saint-Maximin-la-Sainte-Baume |
Fotos und Informationen
Reisebericht mit vielen Bildern |
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Durch eine Legende wurde die kleine Stadt
Saint-Maximin-la-Sainte-Baume
nahe
Aix-en-Provence in Südfrankreich,
nördlich von
Toulon,
bekannt. Nach dieser Überlieferung soll hier
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| Die Grotte selbst ist kapellenähnlich ausgestattet mit einem Altar, Statuen und schönen Buntglasfenstern. |
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In der linken Zelle ließen sich vielleicht Gläubige oder Mönche für einige Zeit
einsperren, um gezwungen zu sein, der Reliquie möglichst lange nahe zu sein.
Es könnte sich auch um eine Art
Büßerzelle
handeln. An der Tür hängt ein alter Gürtel aus durchlöchertem Blech, den man als
Bußgürtel,
vielleicht als Teil eines
Büßergewandes (Cilicium)
sehen könnte. Irritiert hat mich das Emblem darauf. Auf den ersten Blick hielt
ich es für ein
Freimaurer-Symbol.
Eine Nachfrage bei einer deutschen Loge ergab die Antwort, es würde vermutlich
kein Freimaurer-Symbol sein, da der Winkel und die Maurerkelle fehlen. Nach den
Büchern von
Dan Brown
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Die Grotte liegt in einer Steilwand des Gebirgszuges
Chaine de la Sainte-Baume.
Vom Heiligtum aus hat man einen schönen Blick über die Provence. |
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| In St-Maximin-la-Sainte-Baume steht die gotische Basilika Sainte-Madeleine. In einer Gruft unter der Kirche soll sich das Grab Maria Magdalenas befinden. Der Schädel und einige Knochen wurden entnommen und befinden sich in einem Reliquienschrein in der Krypta der Basilika. Die Knochen wurden 1279 von Charles II d'Anjou entdeckt. Der jetzige Behälter, das Reliquiar, stammt aus dem Jahr 1860, da das alte goldene Behältnis 1793 gestohlen wurde. Nach anderen Forschungen könnte es sich um eine gallorömische oder merowingische Grablege gehandelt haben. Es ist eben Glaubenssache. |
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Die Skulptur am Treppenaufgang der Krypta ist wahrscheinlich auch eine
Darstellung Maria Magdalenas.
Auf einem Bild in der Kirche ist sie wiederum sehr freizügig dargestellt. |
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Die
Basilika Sainte-Madeleine
ist von beeindruckender Größe.
Das Gebäude wurde in mehreren Abschnitten von 1295 bis 1532 errichtet.
Die Orgel gehört zu den größten Barockorgeln Frankreichs. Sie wurde 1773 von dem Dominikaner-Mönch Jean Esprit Isnard geschaffen, einem bekannten Orgelbauer seiner Zeit. |
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Der Zahn der Zeit ist allerdings
an verschiedenen Stellen nicht zu übersehen. |
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Anhand von Modellen kann man sich über
Grabstätten
informieren, die bei
Bauarbeiten unter der Kirche entdeckt wurden. Sie stammen teilweise aus den
letzten Jahrhunderten (links) und aus sehr alter Zeit (rechts).
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Auf Schautafeln
zeigen alte Fotos das frühere Klosterleben. |
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Beeindruckend sind die reichen
Schnitzarbeiten,
die im Lauf der Jahrhunderte entstanden. |
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Ein geschnitztes Relief am Aufgang der Kanzel zeigt das Gastmahl im Haus des
Pharisäers Simon, bei dem eine "Sünderin" die Füße von Jesus salbt und sie mit
ihrem Haar trocknet. In der Bibel werden verschiedene Salbungen beschrieben.
Näheres und größere Bilder hier: |
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| Südfrankreich scheint für solche Legendenbildung ein fruchtbarer Boden zu sein. Das kleine Dorf Rennes-le-Chateau in der Region Languedoc-Roussillon wurde 1950 bekannt, als das Gerücht aufkam, ein ehemaliger Dorfpfarrer, Bérenger Saunière, wäre um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert plötzlich unermesslich reich geworden. Der Sage nach, soll er bei der Renovierung der Kirche unter dem alten Altar ein Pergament gefunden haben, das bis in unsere Tage von verschiedenen Schriftstellern mit dem Heiligen Gral und der Geheimorganisation Prieuré de Sion in Verbindung gebracht wird. Die Kirche geht zurück auf das Jahr 1059 und ist Maria Magdalena geweiht. |
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Weiter nördlich, in Burgund, behauptete die Stadt
Vézelay,
in ihrer
Basilika Sainte-Marie-Madeleine
lägen die Gebeine Maria Magdalenas. Direkt am
Jakobsweg
gelegen, gelangte sie schnell zu Berühmtheit. Maria sei zwar erst in
Südfrankreich begraben, ihre Gebeine jedoch von einem gewissen
Abt Odo
nach Vézelay gebracht worden. Die Könige Philipp II. und Richard Löwenherz und
Bernhard von Clairvaux riefen hier zu Kreuzzügen auf.
Im 13. Jahrhundert untersuchte Karl II. von Anjou, Graf der Provence, die verschiedenen Reliquien Maria Magdalenas und stellte fest, dass nur die Abtei Saint-Maximin eine Urkunde besaß, die die Echtheit ihrer Reliquien bestätigte. 1295 schließlich entschied Papst Bonifatius VIII., dass die Gebeine in Saint-Maximin-la-Sainte-Baume die einzig echten sind. |
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