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| Einige interessante Artikel aus meiner Bücherecke: |
![]() London Ralf Nestmeyer Wo anfangen mit der Beschreibung einer Riesen-Metropole wie London? Ralf Nestmeyer, Autor des London-Reiseführers aus dem Hause Michael Müller, hat das richtige Rezept gefunden. In vielen kleinen, ansprechend geschriebenen Lesehappen stellt der Autor diese Stadt mit ihren mannigfaltigen Gesichtern vor. So zeigt er beispielsweise, was Feinschmecker, Kinder, Shopping-Freunde oder Kulturliebhaber in der Weltstadt an der Themse erwartet. Ein dickes Lob verdient der Reisejournalist und studierte Historiker für die Darstellung der Stadtgeschichte. Durchgehend spannend und frei von nervigen Abschweifungen schlägt er die Brücke von den ersten Anfängen bis zur Gegenwart. Die reisepraktischen Tipps glänzen durch Aktualität, sorgfältige Recherche und eine exzellente Verknüpfung mit weiterführenden Informationsmöglichkeiten wie etwa dem Internet. Stadtteil für Stadtteil führt Nestmeyer seine Leser dann durch London. Die Kapitel sind immer gleich aufgebaut: Essay, ein Spaziergang, Sehenswürdigkeiten, Tipps zu Restaurants und Shopping-Adressen. Diese Gleichförmigkeit macht die Beschreibungen sehr übersichtlich und leicht zu handhaben. Klasse: Es gibt zu jedem Viertel auch eine brauchbare Karte, die die Orientierung erleichtert. Unbedingt lesenswert sind die kleinen gelben Kästen, in die der Autor charmante und wissenswerte Details zur Geschichte, zum Stadtleben oder zu Sehenswürdigkeiten gepackt hat. Eine Vielzahl schöner Bilder rundet diesen wirklich geglückten Reiseführer optisch hervorragend ab. -Carmen Krippl | ![]() In die Wildnis: Allein nach Alaska Jon Krakauer "Mein Gott, war er ein gescheiter Junge..." Also, warum hat Christopher McCandless eine rosige Zukunft - College-Ausbildung, materiellen Komfort, außergewöhnliche Begabung und Charme - gegen den Hungertod in einem ausrangierten Bus in den Wäldern von Alaska eingetauscht? Jon Krakauers Buch versucht, diese Frage zu klären, und obwohl es die Frage nicht mit Gewißheit beantwortet - beantworten kann -, bringt In die Wildnis. Allein nach Alaska doch eine Menge Licht in die Sache. Nicht nur über McCandless' "Alaska-Odyssee", sondern auch über die Triebkräfte, die Menschen dazu bringen, aus der Gesellschaft "auszusteigen" und sich auf andere Weise auszuprobieren. Krakauer zitiert Wallace Stegners Schriften über einen jungen Mann, der in den dreißiger Jahren auf ähnliche Weise in der Wüste von Utah verschwand. "Mit 18 sah er sich in einem Traum [...] durch die romantischen Einöden dieser Welt wandern. Kein Mann, in dem noch die Essenz der Jugend fließt, hat diese Träume jemals vergessen." In die Wildnis zeigt uns, daß McCandless zwar extrem, keineswegs aber einmalig war. Der Autor macht den Eremit zu einem von uns - etwas, das McCandless selbst nie schaffte. Am Ende des Buchs ist McCandless nicht mehr einfach ein Zeitungsausschnitt, sondern eine sympathische, seltsam anziehende Persönlichkeit. Ob er nun "ein mutiger Idealist oder ein leichtsinniger Idiot" war - Sie werden Christopher McCandless nicht so schnell vergessen. | ![]() Gebrauchsanweisung für New York Verena Lueken 5400 Hochhäuser, mehr als 180 Sprachen und der einzige Ort, an dem die Amerikaner zu Fuß gehen: New York ist einzigartig. Ihr Herz wird also klopfen, wenn Sie das erste Mal New York betreten. Vor Glück, wenn Sie das erste Mal eine Ansage des freundlichen U-Bahn-Schaffners verstanden haben. Vor Angst, wenn Sie lesen werden, warum schlechte Manieren hier manchmal mit dem Tod bestraft werden. Vor Rührung, wenn Sie hören, daß die Spitze des Empire State Building jeden Abend in anderer Farbe erstrahlt. Und vor Freude, wenn Sie als Kenner dem Neuankömmling die New Yorker Obsession für Postleitzahlen erklären können. |