 Fongbé für Benin - Wort für Wort - Kauderwelsch Tobias El-Fahem Benin fungiert dank politischer Stabilität und guter Flugverbindungen als Tor zu den nördlichen Sahelstaaten Burkina Faso, Mali und Niger. Benin ist reich an kultureller Vielfalt – schließlich leben hier mehr als 60 Völker mit verschiedenen Sprachen, Kulturen und Religionen friedlich zusammen. Ein Beispiel ist der Voodoo, dessen Bilderwelt sich einem durch bloßes Zuschauen und Fotografieren nicht erschließen will. Das Französisch der Fon ist großteils Wort für Wort aus dem Fongbé übersetzt und so kann man seine liebe Not haben, sich mit ihnen auf Französisch zu unterhalten. Auch viele Umgangsformen sind gänzlich anders als die europäischen. Viele Beniner gehen davon aus, dass eine Person, die eine der Landessprachen versteht oder sogar etwas spricht, schon länger in Benin ist oder das Land gut kennt. Alltagssituationen werden dadurch oft einfacher: Z.B. kann man erleben, wie Preise für Waren und Transport plötzlich „von ganz allein“ fallen. Umschlagklappen mit Ausspracheregeln und wichtigen Redewendungen, Wörterlisten Deutsch – Fongbé, Fongbé – Deutsch |  Spiegelreflex - Ada Simon in Cotonou Lena Blaudez Cotonou, Benin. Als die Fotografin Ada Simon nach längerer Abwesenheit einen Freund in einer Bar der westafrikanischen Küstenstadt trifft, wird dieser fast vor ihren Augen erschossen. Von unbekannten Verfolgern bedroht, nimmt die Heldin der deutschen Autorin Lena Blaudez in Spiegelreflex den Kampf ums Überleben auf. Ada Simon ist Berufsfotografin. Sie liebt Afrika, vor allem Benin, jenen westafrikanischen Staat zwischen Sahara und Atlantik und Cotonou, die Stadt am Meer mit ihren exotischen Düften, dem hektischen Trubel, den ruhigen und kühleren Abendstunden, den Menschen dort. Ada freut sich auf ein Wiedersehen mit ihrem Freund Patrick, einem Politiker, der gegen die Ausbeutung seines Landes durch ausländische Gesellschaften und für das Wohl seiner Landsleute kämpft. Ihre Freude ist nur von kurzer Dauer. Patrick wird in Gesellschaft seiner Cousine Elise kurz nach Adas Eintreffen am Treffpunkt aus kurzer Distanz erschossen. Ada erfährt, dass er einem Korruptionsfall auf der Spur gewesen sein soll. Sie wird bedroht und zur Herausgabe von Fotos gedrängt, die sie kurz vor dem Anschlag in der Bar aufgenommen hatte. Als sie selbst nur knapp einem Mordanschlag entgeht, entschließt sie sich zur Gegenwehr. Schließlich verschwindet Elise spurlos, Ada kennt niemanden mehr, dem sie uneingeschränkt trauen kann und nimmt Zuflucht zum Vodou. Aber sie wittert auch ihre einzige Chance. Ohne eigenes Verschulden gerät Lena Blaudez? Heldin in tödliche Gefahr. Wie die Protagonisten in Eric Amblers Romanen weiß sie zunächst nicht, wie ihr geschieht. Weitgehend auf sich alleine gestellt, stolpert Ada Simon durch eine feindliche Umgebung, überaus misstrauisch jedem Menschen gegenüber und doch nicht gegen böse Überraschungen gefeit. Lena Blaudez kennt die afrikanischen Gesellschaften, in denen sich ihre Heldin bewegt, aus langjähriger eigener Anschauung. Ihr gelingt die überzeugende Schilderung eines Menschen in extremen Situationen, spannend und durch den feinen Sarkasmus ihrer Heldin höchst unterhaltsam. -Ulrich Deurer |  Benin - Könige und Rituale: Höfische Kunst aus Nigeria Benin ist der Name eines bis 1897 unabhängigen Königreiches im Südwesten des heutigen Nigeria. Zum Zeitpunkt seiner grössten Ausdehnung erstreckte sich das Reich vom Niger im Osten bis zur Atlantikküste im Westen. Die antiken Bronzeskulpturen und Elfenbeinschnitzereien Benins gehören zu den bedeutendsten und wertvollsten Kunstwerken Afrikas; Darstellungen prunkvoller Hofzeremonien zeugen vom Reichtum und der historischen Bedeutung des westafrikanischen Königreiches, das ab der Neuzeit zu den mächtigsten Afrikas gehörte. "Benin – Könige und Rituale" gibt den derzeit umfassendsten Überblick über die Kunst und Kultur dieses faszinierenden Königreiches. Die Publikation deckt den Zeitraum vom 14. bis zum 19. Jahrhundert und dessen Neukonstituierung im 20. Jahrhundert bis heute ab. Zum ersten Mal ist es gelungen, Meisterwerke aus Benin, die Ende des 19. Jahrhunderts weltweit zerstreut wurden, in einer repräsentativen Schau zusammenzuführen und sie nach neuestem Forschungsstand zu interpretieren. Museumsfachleute und Wissenschaftler aus Nigeria, den USA und Europa haben bei der Konzipierung und Zusammenstellung dieser in enger Zusammenarbeit mit den nigerianischen Behörden und dem Königshaus in Benin entwickelten Schau mitgewirkt. | 