Bamberger Reiter

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Bamberg

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Klosterburg St. Michael,
Bischofsgrab, Neptunbrunnen
Denkmäler

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Klosterburg St. Michael in Bamberg Auf einem der sieben Hügel Bambergs steht die Klosterburg St. Michael. Hier wurde 1015 eine Benediktinerabtei gegründet. Ein Bau aus dem Jahr 1117 von Bischof Otto dem Heiligen fiel im 17. Jahrhundert teilweise einem Brand zum Opfer. Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurde von Mitgliedern der Familie Dientzenhofer nochmal kräftig umgebaut, um dem Ganzen ein barockes Aussehen zu verleihen. 1804 wurden im Zuge der Säkularisation die Bauten Bürgerspitalstiftung und Altenheim. Klosterkirche St. Michael in Bamberg

Aussicht vom Michaelsberg in Bamberg Der Weg auf den Michelsberg (Michaelsberg) lohnt sich auf jeden Fall. Von oben hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt. Auf dem Michaelsberg in Bamberg

Auf dem Michaelsberg in Bamberg Klosterkirche St. Michael in Bamberg Klosterburg St. Michael in Bamberg

Klosterburg St. Michael in Bamberg Portal St. Michael in Bamberg St. Michael in Bamberg - Engelsstatue

Klosterkirche St. Michael in Bamberg Die Klosterkirche wurde schon im 12. Jahrhundert erbaut, aber mehrmals umgestaltet. Ihr barockes Aussehen erhielt sie am Ende des 17. Jahrhunderts bis 1712. Die Deckengemälde des Hauptschiffs blieben dabei erhalten und entstanden um das Jahr 1615. Sie zeigen ca. 600 verschiedene Pflanzenarten und werden auch als Herbarium, Kräutergarten oder Himmelsgarten bezeichnet. Wahrscheinlich bildeten die Künstler u.a. Pflanzen aus dem Klostergarten ab. Allerdings sind auch exotische Pflanzen wie Ananas, Granatäpfel und Baumwolle zu sehen und die erst im 16. Jahrhundert eingeführten Sträucher Flieder, Jasmin und Goldregen, bei denen die Künstler möglicherweise nach Abbildungen arbeiteten. Bei der barocken Umgestaltung wurden im 18. Jahrhundert die Gemälde in den Seitenschiffen hinzugefügt, die auch Singvögel und Papageien enthalten. Kanzel der Klosterkirche St. Michael in Bamberg
Die Kanzel ist aus Nussbaumholz und Gold. Auf der Spitze des Schalldeckels ist dargestellt, wie der Erzengel Michael mit dem Flammenschwert Luzifer in die Hölle stürzt. Er war ein ungehorsamer Engel und wird ab hier zu Satan, dem Widersacher Gottes, eine kirchlich-christliche Legende, deren biblische Wurzeln sehr umstritten sind. Man möge mir die Bemerkung verzeihen, aber der Kanzelkorb mit dem Schalldeckel wirkt auf mich wie der geöffnete Rachen eines Ungeheuers.

Bischofsgrab von Otto dem Heiligen Das Grab von Bischof Otto dem Heiligen hat als Kuriosum einen Durchschlupf. Er soll Pilgern dazu dienen, den Reliquien möglichst nahe kommen zu können. Wer hindurchkriecht, wird nach dem Volksglauben von verschiedenen Leiden befreit, vor allem von Rückenschmerzen! Der Heilige Otto wurde 1060 geboren und war von 1102 bis zu seinem Tod im Jahr 1139 Bischof von Bamberg. Vorher war er u.a. 1091 Bauleiter am Dom zu Speyer und Deutscher Kanzler unter Heinrich IV. 1189 sprach ihn Papst Klemens III. heilig.

Barock-Engel in der Klosterkirche St. Michael in Bamberg Engelsdarstellung in der Klosterkirche St. Michael in Bamberg Barock-Engel in der Klosterkirche St. Michael 2006 war diese Landschaftskrippe hier aufgebaut.
Landschaftskrippe in der Klosterkirche St. Michael in Bamberg

Klosterkirche St. Michael in Bamberg - Heilig-Grab-Kapelle Ein besonderes Kleinod ist für mich die Heilig-Grab-Kapelle. Engels- und Soldatenstatuen bewachen den Leichnam Christi. Im Licht der zahlreichen Fenster des kleinen Raumes entfaltet der barocke Totenkult eine ganz besondere Atmosphäre. Klosterkirche St. Michael in Bamberg - Heilig-Grab-Kapelle

Klosterkirche St. Michael in Bamberg - Heilig-Grab-Kapelle Klosterkirche St. Michael in Bamberg - Heilig-Grab-Kapelle

Kreuzigungsgruppe von Leonhard Gollwitzer Wieder zurück in der Stadt besuchen wir noch die Kreuzigungsgruppe auf der Oberen Brücke, 1715 geschaffen von Leonhard Gollwitzer.

Nach der dabeistehenden Info-Tafel stellen die Figuren dar:

Oben:
Links Maria,
zu Füßen Jesu  Maria Magdalena
rechts der Evangelist Johannes

Unten:
Die Evangelisten
Matthäus, Lukas und Markus
Kreuzigungsgruppe von Leonhard Gollwitzer - Der Evangelist Markus

Auf dem Grünen Markt steht der Neptun-Brunnen, im Volksmund auch Gabelmann-Brunnen genannt.
Typisch für die Barock-Zeit wurde er geschaffen
1698 von Johann Kaspar Metzner.
Neptun-Brunnen auf dem Grünen Markt Neptun-Brunnen auf dem Grünen Markt
Neptun-Brunnen auf dem Grünen Markt

Auf dem Rücken liegende Schildkröte als Denkmal für die Tschernobyl-Katastrophe Nahe der Friedensbrücke über die Regnitz findet man am Ufer des Flusses eine auf dem Rücken liegende Schildkröte aus Diorit, einem dunklen, granitähnlichen Gestein. Sie wurde anlässich des fünfundzwanzigsten Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe als Projekt des Bund Naturschutz hier aufgestellt. Entworfen hat sie der koreanische Künstler Jin Mo Kang und hergestellt wurde sie von Auszubildenden der Berufsschule Marktredwitz - Wunsiedel, Abteilung Steintechnik. Auf dem Bauch trägt sie eine Weltkarte, womit die Hilflosigkeit der Welt gegenüber den  nuklearen Abfällen der Kernenergienutzung dargestellt werden soll. Denkmal für die Tschernobyl-Katastrophe, deren Todesopfer und nukleare Abfälle

Luitpold Karl Joseph Wilhelm von Bayern Eine Reiterstatue aus Bronze,
1899 von Ferdinand von Miller geschaffen,
zeigt den Bayerischen Prinzregenten von 1886 bis 1912,
Luitpold Karl Joseph Wilhelm von Bayern.
Bis 1979 stand das Denkmal vor dem Dom,
heute auf dem Schönleinsplatz.
Skulptur von Igor Mitoraj - Centurione I
Kunst, über die man sich streiten kann -
Aber das ist vielleicht die Absicht!
An der Unteren Brücke steht diese Skulptur
von Igor Mitoraj aus dem Jahr 1987: Centurione I

Den Aufstellungsort finde ich jedoch unpassend:
Mitten in der mittelalterlichen Altstadt zwischen
Altem Hafen und Altem Rathaus.
Moderne Kunst gehört nach meiner Meinung zu moderner Architektur. Man stellt das Reiterstandbild von Luitpold von Bayern auch nicht neben einen ultramodernen Glaspalast!

Wenige Kilometer südlich von Bamberg, ebenfalls an der Regnitz, liegt Buttenheim. Erwähnenswert ist, dass aus dieser Stadt der Erfinder eines Kleidungsstückes kommt, von dem wahrscheinlich jeder schon mal eins besessen hat: Die Blue Jeans. Er hieß Löb Strauß und wurde 1829 hier geboren. Sein Vater, der mit Textilien handelte, starb an Tuberkulose als Löb erst 17 Jahre alt war. Zwei Jahre später wanderte die Mutter mit dreien ihrer Kinder nach Amerika aus. Die beiden ältesten Söhne waren bereits dort und betrieben einen Textilgroßhandel. Aus dem jungen Löb Strauß wurde Levi Strauss, der in  San Francisco einen Großhandel für Stoffe und Kurzwaren gründete. Goldgräber und Minenarbeiter stattete er mit robuster Kleidung aus. Zunächst ließ er braune Arbeitshosen aus Hanf oder Segeltuch herstellen, später aus indigoblauer Baumwolle. In Zusammenarbeit mit dem Schneider Jacob Davis wurden kritische Stellen der doppelten Nähte mit Nieten verstärkt, was 1873 mit dem amerikanischen Patent Nr. 139121 geschützt wurde. Mit seinen Levi Strauss Jeans wurde er weltberühmt. In Buttenheim erinnert ein Museum in seinem Geburtshaus an den Jeans-Erfinder. Das Geburtshaus von Levi Strauss in Buttenheim





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